Deutsche Meisterschaft VG 1:10 2007 in Munster      Ergebnis  Bilder  
                                                                                          Video   2-WD   scale 

 
Munster ist eine Kleinstadt im Landkreis Soltau-Fallingbostel in Niedersachsen, fast genau zwischen Hamburg und Hannover. Munster ist größter Standort der Bundeswehr und liegt zwischen zwei Truppenübungsplätzen. Diese der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Gebiete der Bundeswehr sowie die große Zahl von Soldaten und Zivilbediensteten der Bundeswehr prägen das Gesicht der Stadt. Die Übungsplätze beschränken das Wachstum und sind ein Grund dafür, dass sich Munster trotz seiner mit der ehemaligen Kreisstadt Soltau vergleichbaren Einwohnerzahl seinen ländlichen Charakter bewahrt hat.

Zu den Attraktionen der Stadt Munster zählt auch die RC-Car Strecke des MC-Munster nämlich der Hollmoorring.

Nachdem beim letzten SBT der MC-Munster den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft VG 1:10 erhalten hat, war der Hollmoorring die Anlaufstation für die VG 1:10 Racer.

Das Interesse an der Teilnahme war riesengroß, so daß es im Vorfeld zu etlichen Diskussionen kam wer an der Veranstaltung teilnehmen darf. Letztendlich wurden alle Interessenten zugelassen, welche einen Lauf in ihrem Sportkreis bestritten hatten. Insgesamt sind dann 119 Fahrer angetreten davon 96 in der Klasse scale, 10 in der Klasse 2-WD und 13 in der Klasse 4-WD.

Als offizieller Abgesandter war Manfred (Doc) Schneider vor Ort und unterstütze das Team vom MC-Munster.

Nachdem Eric ja als Jugendmeister aus dem letzten Jahr der Titelverteidiger war hatte er ja ein Freilos für diese DM. Jan hatte einen Nachrückerplatz beantragt und wurde auch berücksichtigt da nicht alle Qualifizierten aus der Gruppe Süd antraten.

Wir hatten unser beiden MTX-4R dabei. Eric fuhr einen Novarossi LR3 Motor und Jan setzte einen Ninja MR 12 T01A ein.

Da ja, dank Mid-Mugen, auch Rick Vrielijnck vor Ort war, schaute er einmal über unser Setup. Daraufhin wurde am vorderen Diff das 50T Öl gegen 30T Öl gewechselt, der hintere Messerstabi von Mugen eingebaut und die Dämpferposition korrigiert. Dies verhalf dann dem Fahrzeug zu einem stabileren Fahrverhalten.

Hier nochmals der Dank an Rick und Mid Mugen für die Unterstützung während der gesamten DM.

Zum Start der DM am Mittwoch Morgen gab es erst einmal eine kalte Überraschung, denn die Temperaturen sanken in der Frühe auf 5°.

Am Mittwoch und Donnerstag konnte noch gut trainiert werden und der Grip wurde immer besser. Das freie Training hat Dank DSM recht gut geklappt und die Teilnehmer zeigten sehr viel Disziplin.

Leider war zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Rundzeit Erfassung möglich, so mußte auf die Stoppuhr zurückgegriffen werden. Es zeigte sich recht schnell, daß man tiefe 16er Zeiten fahren mußte, um bei der Musik dabei zu sein.

Mein Augenmerk galt den 'ausgemachten' Elektrofahrern und die ließen die Aggregate richtig fliegen. Diese Jungs haben die Szene schwer bereichert und den ausgesprochenen Nitro Freaks eine harte Nuß zum knacken auf den Weg mitgegeben.

Besonders sind mir in diesem Zusammenhang Dirk Wischnewski (XRAY), Markus Mobers (Serpent), Marc Fischer (HoBao) und last but not least Rene Püpke (Mugen) aufgefallen.

Am Freitag versank dann die Bahn im Regen. Im Fahrerlager wurde kräftig an den Regenautos geschraubt und teilweise auch noch Regentest gefahren.

Am Freitag Abend erfolgte die offizielle Eröffnung der Veranstaltung durch den Bürgermeister der Stadt Munster. Er begrüßte alle Teilnehmer und stellte seine Stadt Muster mit ein paar Worten vor.
Im Namen des DMC richtet 'Doc' Schneider einige Worte an die versammelte Mannschaft.
Anschließen eröffnete Eberhardt Leppack das Büfett.

Das Essen war wirklich hervorragend und auch wirklich reichlich vorhanden. Besonders der Nachtisch fand einen regen Zuspruch.

Ich bin mir sicher, daß bei angenehmeren Temperaturen viele noch länger verweilt wären, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit mit Leuten zu sprechen und kennen zu lernen, mit denen man sonst nur elektronisch verkehrt.

Am Samstag wurde es nun ernst. Jetzt sollte sich zeigen, wer das beste Setup gefunden hat und seine Nerven am besten im Griff hat.

Zunächst stand ein Trainingslauf auf dem Programm. Doch leider war die Bahn noch naß, so daß nur die Hardcore Regenfahrer ihre Autos einsauten.
Jan hatte sein Auto wasserdicht gemacht und es war geplant, daß er und Eric damit fahren würden.
Des weiteren sollten drei Vorläufe über die weiteren Platzierungen entscheiden. Jan startete in Gruppe drei mit Regenauto und Regenmotor. Die Bahn trocknete zusehends ab so daß der Lauf mit normalen Moosis gestartet werden konnte. Doch Motor und Kupplung hatten eine Regeneinstellung und so ging alles etwas sanft zur Sache. Eric hatte in der Gruppe 10 einen guten Griff aber eine kaputte Kerze. Auch in Vorlauf zwei und drei war bei uns der Wurm drin und so landete Eric auf 21 und Jan auf 46. Das war wohl deutlich unter Wert. That's racing.

Dafür machten es andere Mugen Fahrer deutlich besser. Rene Püpke landete auf 5, Sebastian Bürge auf 6(RESPEKT), Reto König auf 10 und Dirk Stammler auf 11.

Die Zeiten Protokolle waren immer dicht umlagert und es wurde heftig gerechnet.

Hier nun die Konterfei der glücklichen Fahrer, welche sich den Streß des Aufstiegskampfes erspart haben und sich direkt für das Finale qualifiziert haben:

Dirk Wischnewski       XRAY

Robert Pietsch             XRAY

 

Michael Salven            Serpent

Andreas Giesa            Serpent

Am Sonntag starteten um 8:30 Uhr die Finals und es wurde um jeden Meter gerungen. um den Aufstieg ins nächste Finale zu schaffen.

Für uns war die Sache recht schnell erledigt. Jan ging nach 5 Minuten in Führung liegend der 2. Gang kaputt. Eric lag im 1/4 Finale bis zur 6. Minute mit 4 Sekunden vorne, dann 1 Runden nach dem Tankstopp Motor aus, das war's.

Die Halbfinals waren dann total spannend, denn es gab sehr viele Wechsel unter den ersten drei und erst kurz vor Schluß fiel die Entscheidung über den Aufstieg.

Aus dem Halbfinale A kamen folgende Fahrer weiter:

Stefan Hanauer        Kyosho

Markus Mobers       Serpent

Rene Püpke              Mugen

Im Halbfinale B hielten wir für Sebastian Bürge feste die Daumen, doch in Führung liegen ging sein Tank zu früh leer und er verlor dadurch 2 Runden. Schade! Dafür packte unser Felix den Sprung ins Finale.

Aus diesem Halbfinale schafften den Aufstieg:

Martin Christensen     XRAY

Felix Bischoff              HoBao

Marc Fischer              HoBao

Zunächst trugen die 4-WD Fahrer ihr Finale aus. Schade. daß drei Fahrer zuschauen mußten.

Friedrich Röhrs rettete ein knappen Vorsprung von 5 Sekunden vor dem Titelverteidiger Jürgen Stark ins Ziel.

Auf Platz drei landete der Jugendliche Daniel Förster.

Beim 2-WD Finale hatten die Senioren die Sache fest im Griff. Es ging recht turbulent zur Sache und es wurde heftig gefightet.

Zum Schluß brachte der einsetzende Regen noch einmal richtig Spannung in das Rennen um Platz eins.
Doch Heinz Wächs konnte seinen Erfolg aus dem Jahre 2002 an gleicher Stelle wiederholen und sicherte sich den Titel vor Klaus Lechner und Reinhard Mehl.

Gegen 17:00 Uhr startete das mit Spannung erwartete Finale der Klasse scale.

Dirk übernahm von der Pole sofort die Führung vor Robert. Robert viel dann unverschuldet weit zurück und mußte sich wieder durch das Feld nach vorne kämpfen.
Als erster mußte Marc Fischer, trotz super Winner Hose, den Fahrerstand räumen. Fernsteuerungsprobleme. Als nächsten erwischte es Felix und auch Andreas Giesa konnte nicht zu Ende fahren.
Nach 15 Minuten hatte sich Robert an Dirk herangekämpft und konnte ihn überholen. Dahinter kämpften Stefan mit Martin um die dritte Position. Rene hatte einige Probleme und konnte nicht in den Spitzenkampf eingreifen.

Nach dem Ablauf der 40 Minuten verließ ein strahlender Robert als Deutscher Meister den Fahrerstand. Dirk konnte seinen zweiten Platz vor Martin verteidigen.

Stefan folgte auf Platz vier vor Markus, Michael und Rene.

Die Jugendtitel gingen komplett in den Süden. Auf Platz eins der Finalteilnehmer Felix Bischoff vor Sabrina Lechner und Eric.
Leider war es für die Jahreszeit deutlich zu nass und zu kalt. Der Veranstalter war bemüht es uns Fahrern so angenehm wie möglich zu machen. Die Verpflegung war ok, bis auf Mittwoch, da gab es nichts.
Vielleicht solle man sich beim DMC überlegen wie lange noch die 235mm Klasse als DM ausgeschrieben wird.

Ich hoffe wir treffen uns alle im nächsten Jahr, gesund und munter, auf der Rennstrecke in Hamm.

Gruß Hermann