EM-A VG10 in Göteborg / Schweden 2010             Erg.Gesamt       Bilder
Göteborg ist heute ein kulturelles Zentrum mit Großstadtatmosphäre, das deutlich zum großteils ländlich geprägten Umland kontrastiert. Im Zentrum befinden sich als Relikt der ursprünglichen Festungsanlage zahlreiche kleine befahrbare Kanäle und alte Bauwerke. Überall sieht man die markanten blauen Straßenbahnen.

Im Zentrum befindet sich Gustav Adolfs Torg mit einem Denkmal des Stadtgründers und sehenswerten Gebäuden. Das Kronhuset ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, es wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut. Die gesamte Innenstadt ist als Reichsinteresse klassifiziert.[5] Die Feskekörka (1874) am Wallgraben ist eine im Stil einer gotischen Kirche errichtete Fischmarkthalle.
Im Hafen Lilla Bommen liegt der größte in Skandinavien erbaute Windjammer, die Viermastbark Viking (Baujahr 1906) fest vertäut und dient als Hotel und Museumsschiff. In unmittelbarer Nähe befinden sich das 1994 eingeweihte Opernhaus mit seiner imposanten Fassade und die Museumsschiffe im Göteborgs maritima centrum.
Am 14.8. ging es los auf die Fahrt nach Kiel. Leider mit viel Verkehr und langen Staus. Immer die Zeit im Kopf, dass die Fähre wohl nicht auf uns wartet.
Doch rechtzeitig erreichten wir die Stena-Line Anlegestelle und konnten einchecken.
Zuerst wurde mal das ganz Schiff erkundet und nach dem tollen Abendessen ging es in die Heija.
Pünktlich um 9:00 Uhr, also nach 14 Stunden Fahrt, legte die Stena-Germanica im Hafen von Göteborg an.
Vom Hafen aus ist es ein Katzensprung über die große Brücke zur Rennstrecke von VÄST-8.
Vom 16.8. - 22.8..2010 hieß es für die VG10 scale Fahrer auf nach Schweden,  um ihren Europameister zu ermitteln.


Die Strecke galt als nicht besonders schwierig aber die Bodenwellen und der Reifenverschleiß zeigt schon beim
Warm-Up, dass es ganz besondere Bedingungen werden.

Das Fahrerlager war teilweise fest überdacht und teilweise war es unter Zelten.
Für uns 13 Fahrer vom deutschen Team stand unter dem festen Dach die Schrauberplätze bereit und das war auch gut so, denn die Schauer waren doch recht heftig.
Fahrerstand und Boxengasse sind großzügig angelegt und auch hier konnte man gut arbeiten. Nur dass man zum Herausnehmen des Fahrzeuges einen Tritt nach oben steigen musste war etwas ungewohnt.
Für Deutschland am Start waren:
 Bernd Rausch, Dirk Wischnewski, Eric Dankel, Marc Rheinard, Michael Salven, Patrick Schäfer, Ralf Krause, René Püpke, Rico Kröber. Robert Pietsch, Stephan Grund, Toni Gruber, Uwe Baldes

Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder des Vereins zu moderaten Preisen.
Der Andrang zur Mittagszeit war immer recht groß, aber jeder bekam eine warme Mahlzeit.

Auch zwischendurch traf man sich zu einem Kaffee im Vorgarten.

 

   
   
Eric brachte seinen XRAY NT1 an den Start. Als Motor kam ein Novarossi Flash .12  zum Einsatz.
Die Reifen waren Matrix 37 vorne und 40 hinten welche hervorragend funktionierten aber der Verschleiß war schon hoch.
Die Karosse war eine Protoform Dodge Stratus, welche sehr neutral zu fahren war.
Als Sprit lief der MLC 16 von Lamberto Collari durch den Vergaser.
Von Montag bis Donnerstag wurde in 13er Trainingsgruppen trainiert. Jedem standen 6 Trainingsdurchgänge je 10 Minuten zur Verfügung. Eine lange Zeit um Fahrer und Auto auf die Bahn einzustellen.

Leider wurden die Aktivitäten durch kleinere und größere Schauer immer wieder unterbrochen. Es dauerte immer sehr lange bis die Bahn abgetrocknet war.

Es liefen dauernd die Zeitnahme und man konnte seine Rundenzeiten kontrollieren. Danach sollte auch zum Beginn der Vorläufe eine neue Gruppeneinteilung mit je 10 Fahrern erfolgen.

Am Freitag Mittag war dann die Eröffnungsfeier und alle hatten ihr DMC Hemd dabei.

XRAY war wieder mit einem großen Aufgebot vor Ort.

Am Freitag Mittag nach der Eröffnung ging es endlich los mit den Vorläufen. Es sollten 2 am Freitag und zwei am Samstag gefahren werden.
Die ersten fünf Gruppen konnten auf trockener Piste ihren Vorlauf fahren, doch bei Gruppe 6 wurde Wet Race angekündigt. Danach war es wieder relativ trocken.
Die Bahn wurde von Gruppe zu Gruppe schneller und die Männer aus der letzten Gruppe hatten eine perfekte Bahn.
Danach wurde die 6. Gruppe wiederholt und alle hatten einen trockenen Lauf.

Und das war es auch mit den Vorläufen, denn es setzte der Regen ein und alles war unter Wasser. Wer hier nichts gerissen hatte hat die A-Karte gezogen. Das ganze Training war alles für den Popo.

   
Am Abend stand das Fahrer Bankett auf dem Programm und dies wurde mit schwedischen Seafood präsentiert.

Es wurde kräftig zugeschlagen und es hat prima geschmeckt.

Zum Schluss blieben nur noch die leeren Schalen übrig

 

Die Hoffnung lag jetzt auf den zwei Vorläufen am Samstag. Doch auch diese Hoffnung schwand als am Morgen die Regentropfen auf das WOMO Dach klopften.
Nach den Vorläufen standen die hintern Finals auf dem Programm. und da war es wieder trocken. Das hieß den ganzen Tag tatenlos im Fahrerlager herum zu lungern. Jetzt weiß ich auch warum die Schweden ganz gerne einen kippen.

Hier die glücklichen vier, welche direkt für das Finale am Sonntag qualifiziert waren:

Dirk Wischnewski TQ
Martin Christensen
Marc Rheinard
Robert Pietsch

Am Sonntag Morgen starteten dann die unteren Finals und jeder hatte noch einmal die Gelegenheit einen Aufstieg in das nächste Finale zu erreichen.

Die Aufsteiger ins A-Finale waren:

Alexander Hagberg
Frank Andersen
Manuel Huber
Teemu Leino
Daniele Ielasi
Gerhard Kandelhart

Finale:
Bei den ersten ging sofort die Post ab, Robert hat etwas Probleme dem Express zu folgen. Plötzliche rollte Marc aus und es wurde ein defektes Gasservo festgestellt. Das war es für Marc. Dann konnte Martin bei einem Tankstopp Dirk überholen, aber Dirk schlug zurück und holte sich erneut die Führung.  Dann platzte seine Glühkerze, im Anschluss hatte er kurze Probleme mit der Motorbeschleunigung, die Bertram aber wieder in den Griff bekam. Aber dadurch musste er seine Führung wieder an Martin abgeben und Alexander Hagberg kam auf Platz 2, weil Robert einen Ableger auf der Gegengeraden hatte.
Zwischenzeitlich kam Robert wieder zurück auf 3, wurde von Frank Andersen angegriffen, aber er konnte alles abwehren, Dirk konnte sich kurz vor Schluss den 4. Platz holen.

Die Sieger der EM von Göteborg:

Martin Christensen
Alexander Hagberg
Robert Pietsch
Dirk Wischnewski
Frank Andersen
Manuel Huber
Teemu Leino
Daniele Ielasi
Marc Rheinard
Gerhard Kandelhart