EURO-B 2008 in Kirchberg/A    Ergebnis    Video      
Für das Jahr 2008 hatte Österreich den Zuschlag für die Austragung der Euro-B VG 1:8 erhalten.
Die Veranstaltung fand auf dem Stöhr-Ring bei Kirchberg an der Raab im Bundesland Steiermark statt.
Auf dieser Strecke sind schon einige internatonale Rennen ausgetragen worden. Besonders in der Erinnerung blieb die WM 1:10 2-WD.

125 Fahrer aus ganz Europa sind angetreten, um den Europameister auszufahren.. Das deutsche Team war mit 20 Fahrern vertreten.

Am Samstag, den 17.5.2008 machten wir uns, nach dem Training der DTM, auf die 700 km Fahrt nach Österreich.


Ankunft an der Rennstrecke um 23:00 Uhr, wo wir von Ewald Ed Prochaska begrüßt wurden und uns ein Campingplatz zugeteilt wurde.

Die Fahrer waren in einem Fahrerlager sowie zwei kleineren Zelten untergebracht.


Das große Zelt wurde zur Hälfte als weiteres Fahrerlager und zur anderen Hälfte als Küche und Speiseraum genutzt.

Vom "Team Gemany"  waren alle im großen Fahrerlager direkt an der Strecke untergebracht.


So wurde immer ein guter Kontakt untereinander gehalten.

 

Am Sonntag war die Strecke für die Teilnehmer gesperrt. So wurden die Platze reserviert und die Schrauberplätze eingerichtet..

So konnte in aller Ruhe noch eine Inspektion am Fahrzeug durchgeführt werden.

Jan fuhr seinen VELOX mit Novarossi Maschine sowie einem 3007 Resorohr mit mittlerem Krümmer.

Als Karosse war eine Central sowie eine Peugeot 908 vorgesehen. Als Reifen hatten wir PMT, ATS und UFRA im Gepäck. Für eine Regenveranstaltung waren wir schlecht mit Material versorgt.

Die Elektronik kam aus dem Hause Kopropo und Graupner.

Am Montag begann die Veranstaltung mit einem freien Training in Gruppen. Es wurden 2 Durchgange gefahren.

Wir suchten ein Setup für die an manchen Stellen sehr wellige Fahrbahn.

Am Nachmittag setzte der Regen ein und es wurde ein freies Training abgehalten. Einige benutzten die Gelegenheit ihre Regenreifen zu testen, welche auf dieser Bahn am besten funktionieren.

Dies war ein sehr schwieriges Unterfangen, da sich die Vehältnisse von Minute zu Minute änderten.

Der Dienstag begann wieder mit Regen, deshalb wurde gleich ein freies Training angesetzt.

Heute zeigte Richard Volta seine Driftqualitäten, wie Walter Röhrl in seinen besten Tagen driftete er um den Kurs.

Wir beschäftigten uns mit dem Ausschneiden und dem Lackieren von neuen Karossen.

Am Mittwoch war die Strecke in der Frühe immer noch feucht, so wurde wieder ein freies Training anberaumt.

Ab 11:00 Uhr hatte allen einen gezeiteten Trainingslauf bis zur Mittagspause.

Am Nachmittag fanden dann noch einmal 3 Trainingsläufe statt.

Wir testeten die neuen Karossen Peugeot und die Zytec in Verbindung mit verschiedenen Reifen. Das Ändern des Setup auf eine weiche Abstimmung wegen der welligen Strecke haben wir aufgegeben, da es dann auf den Wellen gut ging und den Rest der Strecke eher mäßig war.

Der Donnerstag brachte endlich einen Tag ohne Regen mit Temperaturen um die 20 Grad.

Somit waren 5 Trainingsläufe möglich und die Topfahrer konnten Zeiten zwischen 16,4 und 16,8 Sekunden fahren.

Bei den Trainingsläufen ist mir aufgefallen, daß immer mit Gruppe 1 begonnen wurde, dies war für die vorderen Gruppen natürlich ein Nachteil, da sie immer die Bahn putzen mußten. Dies ist glaube ich auch lt. Reglement nicht ganz ok. Leider gab es auch keine Aushänge über die gefahrenen Zeiten, so daß die Leistung der einzelnen Fahrer sehr schwer einzuschätzen war.

Am Nachmittag hatten wir auch das Auto von Jan im Griff und er konnte ein paar mal unter 17 Sekunden fahren.

Am Freitag setzte gegen 6:00 Uhr wieder der Regen ein, so daß erst nach der Mittagspause die Bahn wieder trocken war. Es ist erstaunlich wie lange die Bahn braucht um abzutrocknen und wieder Griff aufbaute. Dies dauerte bei vollem Betrieb fast vier Stunden.

Am Nachmittag startet der erste Vorlauf. Alle sind ziemlich nervös. Die bahn hat jetzt richtig Griff und die Favoriten knallen einen Lauf auf die Bahn. Einige die im Vorderfeld zu erwarten waren warfen ein gute Platzierung einfach weg.

Mit Philip Sting haben wir eine deutschen Fahrer auf Platz vier und Richard Volta ist Freitags TQ.

Jan hatte einen guten Lauf rutsche dann ins Aus und bog den Rammer rechts nach unten. Darauf hin starkes Untersteuern und keine schnelle Zeiten mehr möglich.

Um 18:00 Uhr startet mit dem Einzug der Nationen die Eröffnungsfeier. Ed hielt eine kleine Ansprache und die schönste Karosse wurde ausgewählt. (Manchmal frage ich mich ob ich einen eigenartigen Geschmack habe) Es gab toll lackierte Karossen, welche links liegen gelassen wurden.

Das war es dann schon mit der Eröffnungsfeier. Ich bin da schon bei aufwendigeren Feiern dabei gewesen. Aber wie gesagt über Geschmack läßt sich streiten.

Anschließend trafen sich Fahrer und Helfer beim Bankett und wir ließen uns das Essen recht munden.

Dann ging es zu gemütlichen Teil über und dieser dauerte bei manchen doch recht lange.

Am Samstag standen drei Vorläufe und die hinteren Finals auf dem Programm.

Es wurde noch einmal richtig geschraubt und gekämpft, um eine gute Position für die Finals zu erreichen.

Jan konnte im letzten Vorlauf noch einmal zulegen und fand sich dann im 1/8-A Finale wieder.

Die schnellsten nach den Vorläufen:

TQ

Richard Volta

Shepherd VELOX

Platz 2

Michele Baruzzi

Serpent

Platz 3

Marco Müller

Mugen

Platz 4

Giordano Agostinelli

Serpent

Zunächst waren am Sonntag die Aufsteiger Finals an der Reihe.

Es gab sehr spannende Finals und einige glückliche und viele unglückliche Gesichter. Die Bahnverhältnisse waren für alle gleich und so hatte jeder seine Chance den Aufstieg ins nächste Finale zu schaffen.

Jan hatte in seinem Finale 3 Motorenabsteller und so war kein Aufstieg möglich.

Vom Halbfinale schaffte es Tobias Hepp den Sprung ins Finale. Zunächst schien auch das Aus für Philip gekommen zu sein und er auf Platz elf landen würde. Ein zu großer Tank eines italienischen Fahrers ermöglichte Philip die Teilnahme am Finale.

 

Die Aufsteiger aus den beiden Halbfinals:

Philip Sting               Mugen
Domenico Calce      Serpent
Alberto Tedeschi     Serpent
Tobias Hepp           Serpent
Gergely Cseko        Serpent
John Ermen             Serpent

Nach einer längeren Verzögerung wegen der Disqualifikation eines Endlaufteilnehmers startete das Procedere der Fahrerpräsentation. Hier wurden alle Fahrer mit ihren Fahrzeugen den Zuschauern vorgestellt.

Dann erfolgte der Aufruf zum Start. Nach einer Installationsrunde gab der Starter das Rennen frei. Alle kamen gut aus den Startlöchern, doch einer handelte sich eine Stopp and Go für den Frühstart ein.

Der erste Ausfall war John Ermen der nach 25 Minuten die Segel streichen mußte. Philip Sting hatte einige Probleme und mußte mehrmals in die Box. Vorne bestimmte Richard Volta die Fahrt. Nur beim Tankstopp wechselte die Führung kurzzeitig. Marco Müller lag lange zeit auf Platz zwei. Hier arbeitete das Team Italy perfekt zusammen und so schob sich Einer um den Anderen an Marco vorbei.

Das Rennen blieb bis zur letzten Minuten spannend, denn Platz eins und Platz fünf trennten bis zum Schluß nur 2 Runden. Diese sind bei einem kleinen Problem schnell vergeigt.

Philip und Tobias Hepp konnten in den Spitzenkampf nicht eingreifen, zeigten aber daß sie sich in dem Spitzenfeld behaupten konnten.

Nach 45 Minuten ohne Reifenwechsel überquerte Richard Volta mit seinem Velox als erster das Ziel und alle haben ihm den Sieg gegönnt, denn er ist eine wirklich sympathische Erscheinung in der RC-Car Szene.

Auch das Team Germany hatte ein Erfolgserlebnis, denn wir stellten den Jugendeuropameister.

Tobias holte sich den Titel vor Toni Gruber und Stefano Pregnolato aus Italien.

Bei den über 16-jährigen stand Richard Volta für Frankreich auf der obersten Stufe des Podests.

Auf Platz zwei folgte Alberto Tedeschi und auf Platz drei Michele Baruzzi beide aus Italien

Richard's Helfer Felix Heyse hat einen tollen Job gemacht und auch der Chef von Shepherd Micro Racing Patrick Schäfer strahlte über das ganze Gesicht.

So ging der erste europäische Titel im Jahr 2008 nach Sandhausen. Jetzt sind wir alle gespannt auf die EURO-A im Juli in Valencia Spanien.

Richard machte seinen Vater so richtig naß und er war trotzdem sichtlich stolz auf seinen Sohn.
Hier noch einmal die Sieger von Kirchberg an der Raab.
Und nächstes Jahr treffen wir uns auf der tollen Rennstrecke 'Pista RME Lamberto Collari' in Cassino in Italien

Gruß Hermann