EM-A VG8 in Locorotondo / Italien 2010     Erg.VL   Erg.Gesamt    Bilder
Locorotondo ist eine italienische Gemeinde mit 14.167 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) in der Provinz Bari, Region Apulien. Die Gemeinde liegt auf einer Höhe von 410 Metern und verfügt über eine Fläche von 47 km².
Zu Locorotondo gehören die Ortsteile San Marco Trito und Tagora.
Das Weinbaugebiet Locorotondo umfasst die Namensgebende Gemeinde Locorotondo in der Provinz Bari, sowie die Gemeinde Cisternino und Teile der Gemeinde Fasano, beide in der Provinz Brindisi. Das Gebiet liegt an der Zona dei Trulli. Mit Trulli werden runde Steinhäuser bezeichnet.
Alberobello ist eine Stadt in Apulien (Italien) mit 11.058 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) in der Provinz Bari.
Die Stadt ist vor allem durch ihre Kegelbauten (Trulli) (Einzahl Trullo) berühmt, die nach der Bauweise der Hirten in dieser Gegend gehäuft entstanden, weil sie nicht als richtige Häuser angesehen wurden und darum steuerfrei waren. In Alberobello bestehen ganze Stadtteile aus Trulli. Darum gehört der Ort heute zum UNESCO-Weltkulturerbe, hat aber durch den Touristenansturm viel von seinem ursprünglichen Reiz verloren.
Diese Trulli gibt es nicht nur in Alberobello selber, sondern auch schon im Umfeld, aber hier konzentrieren sie sich. Trulli sind zumeist runde, aber auch viereckige weiß gestrichenen Bauten mit sehr charakteristischen Kegeldächern aus Kalksteinplatten, die ohne jeden Mörtel aufeinander geschichtet sind. Diese Bauweise gleicht in gewisser Weise den urtümlichen Wohnbauten der Menschheit, die überall auf der Welt so ähnlich aussehen.
Leider konnten wir so ein Trulli nicht zum Übernachten benutzen, sondern mussten in ein normales Hotel einziehen
Vom 28.6. - 4.7.2010 traf sich die Elite der europäischen VG8-Fahrer im Süden Italiens , um ihren Europameister zu ermitteln.
Bereits im Vorgeld wurde bekannt, daß es sich um eine schnelle und teilweise trickreiche Strecke handelt. Der Belag war perfekt und der Griff optimal. Auch der Reifenverschleiß hielt sich in Grenzen, wobei sich die Reifen links und rechts fast gleichmäßig abfuhren. Die Italiener wissen halt wie man eine Bahn baut.
Das Fahrerlager war unter einigen Zelten untergebracht (natürlich alles im Trulli Design) und war rings herum offen, so daß die frische Brise vom Meer für angenehme Temperaturen sorgte.

Für uns 10 Fahrer vom deutschen Team stand genügend Platz zur Verfügung, um ungestört der Schrauberarbeit nachzukommen.
Fahrerstand und Boxengasse sind sehr großzügig angelegt und auch hier konnte man gut arbeiten.

Für Deutschland am Start waren:
 Baldes Uwe, Dankel Eric, Debert  Friedrich, Gruber Toni,  Mack  Oliver, Mayer Dominik, Pietsch Robert, Salven Michael, Schäfer Patrick und  Sting Philip.  
Für das leibliche Wohl war ein großes Zeit sowie ein Schattenspendender Platz unter großen Bäumen eingerichtet.
Die Verpflegung natürlich italienisch mit viel Pasta und leckeren Salaten.
Der Andrang zur Mittagszeit war immer recht groß, aber das tolle Essen entschädigte für die Wartezeit.
Die Preise waren recht ok und der Renner war wohl das Wasser und dies war mit 50 Cent je 1/2 Liter voll in Ordnung.

Auch zwischendurch traf man sich zu einem Espresso im schattigen Vorgarten

Eric setzte auf seinen Mugen MRX-4X mit Novarossi Power. Mit der Leistung unserer Triebwerke waren wir sehr zufrieden, obwohl wieder mal ein Kerzenproblem auftrat.
Bei den Karossen testete er die Zytec1, Zytek2 und die PF909. Die Zytek2 war dann die erste Wahl. Die Reifen waren Enneti von Shepherd Micro Racing. Der Sprit wie immer top und frisch versorgt von MLC-Racing.
Von Montag bis Donnerstag wurde in 12er Trainingsgruppen trainiert. Jedem standen 6 Trainingsdurchgänge je 10 Minuten zur Verfügung. Eine lange Zeit um Fahrer und Auto auf die Bahn einzustellen.

Es liefen dauernd die Zeitnahme und es wurden die 5 schnellsten zusammenhängenden Runden ausgewertet. Danach sollte auch zum Beginn der Vorläufe eine neue Gruppeneinteilung mit je 10 Fahrern erfolgen.

Eric konnte sich immer unter den ersten 15 platzieren und dadurch wurde er für die Vorläufe in die vorletzte Gruppe eingeteilt.

Am Donnerstag Abend war dann die Eröffnungsfeier mit dem Einzug der einzelnen Nationen.
Team Germany zog unter der Leitung von Birgitt mit einheitlicher Teamkleidung seine Runde um die Strecke.

Die Kinder und Jugendlichen der Tanzgruppe ais Locorotondo zeigten dann ihre volkstümlichen Tänze.

Als dann die Sonne am Horizont verschwunden war hat uns die Familie Debert und Gruber zu einem Grillabend eingeladen.
Birgitt gab nicht nur eine gute Figur als Teammanager ab sondern zeigte auch ihre Qualitäten am Grill.

Leckere Steaks und prima Salate waren einmal ein Kontrastprogramm zu Pizza und Pasta.

Dann ging es endlich los mit den Vorläufen.
Hier zeigte bereits Robert sein Potential und knallte eine Runde besser als die andere auf die Bahn.
Je wärmer es wurde desto besser lief sein MRX-5. Die meisten fielen bei den Zeiten etwas ab aber Robert konnte immer noch was dazupacken. So fuhr er mit 15,1 Sekunden einen neuen Bahnrekord und dies gleich mehrfach.

Bei Eric starb im ersten Vorlauf am Abend eine Kerze und dies wäre von der Temperatur die beste Möglichkeit gewesen sich vorne zu platzieren. Nach den Vorläufen fehlten ihm 2/10 Sekunden auf den angestrebten Platz im Halbfinale. Alles eine ganz enge Kiste.

Hier die glücklichen vier, welche direkt für das Finale am Sonntag qualifiziert waren:

Robert Pietsch
Dario Balestri
Lamberto Collari
Andrea Pirani

Am Sonntag Morgen starteten dann die unteren Finals und jeder hatte noch einmal die Gelegenheit einen Aufstieg in das nächste Finale zu erreichen.

Eric startete im 1/4 Finale und konnte die Führung übernehmen und wurde aber nach 5 Minuten vom entfesselt fahrenden Illia van Gastel überholt. Der zweite Platz war bis kurz vor Schluß gut zu verteidigen. Getankt wurde bei 3,30 und beim letzten Tankstopp ging der Motor in der Boxengasse aus. Schnell gestartet und getankt aber leider reichte es nur noch zu vierten Platz. Eric war sehr enttäuscht das Halbfinale nicht erreicht zu haben.

Oli Mack war wohl die Sensation. Vom 1/8 Finale arbeitete er sich vor bis ins Finale. Eine tolle Leistung. Weiterhin schaffte es Michael Salven sich ins Finale zu fahren.

Weiter Aufsteiger ins Finale waren:

Andrea Christiani
Michele Romagnioli
Alberto Picco
Illia van Gastel

Wie die Vorläufe so beherrschte Robert auch das Finale. Man hatte den Eindruck, daß nur ein technischer Defekt ihm einen Strich durch die Rechnung machen konnte.
Vom Start legte er eine Pace vor, welche nur von Dario einigermaßen folgen konnte. Selbst Lamberto war so unter Druck, daß er sich zu einem Fahrfehler hinreißen ließ.
Illia mußte als erste die Segel streichen und auch für Andrea Pirani war nach23 Minuten das Rennen zu Ende.

Nach 45 Minuten brach auf dem Fahrerpodest ein riesen Jubel los und Robert hat seinen ersten großen internationalen Titel unter Dach und Fach gebracht.

Oli Mack erreicht mit dem vierten Platz einen tollen Erfolg. Michael Salven belegte als dritter Deutschen den 6. Platz.

Die Sieger der EM von Locorotondo:

Robert Pietsch
Balestri Dario
Collari Lamberto
Oliver Mack
Cristiani Andrea
Michael Salven
Romagnoli Michele
Picco Alberto
Pirani Andrea
 Van gastel Ilia

 
Das deutsch Team präsentierte sich ganz super auf der EM in Locorotondo.