Europameisterschaft - A VG 1:8 2007 in Lostallo             Ergebnis   Bilder 
                                                                                   Bilder von Eric bei Novarossi
   
Lostallo ist eine Gemeinde im Kreis Mesocco im Bezirk Moësa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Die Gemeinde liegt am Westhang auf der rechten Seite des Flusses Moësa und besteht aus dem Dorf und den Fraktionen Cabbiolo und Sorte.

Die Rennstrecke liegt eingebettet in eine sagenhafte Landschaft inmitten steiler Berghängen und Wasserfällen.

Für das Jahr 2007 hatte der Club MRTM ( Mini Racing Ticino e Moesa) aus der Schweiz, den Zuschlag für die Ausrichtung der Europameisterschaft-A VG 1:8 erhalten.

Man legte damit das Projekt in bekannte Hände, da der Verein schon verschiedene Welt- und Europameisterschaften ausgerichtet hat.

Der Event erstreckte sich von Montag, den 23.07.2007 bis Sonntag, den 29.07.2007.

Als wir am Sonntag Abend auf dem Campingplatz ankamen war dieser schon brechend voll, da viele mit WoMo und Wohnwagen angereist sind.

Montag bis

 Donnerstag
Am Montag Morgen hieß es erst einmal einen Schrauberplatz belegen. Das deutsche Team war in 2 Gruppen aufgeteilt, da aber 4 Fahrer nicht angetreten sind konnten fast alle an vier Tischen ihren Platz finden.
Hier die Starter des deutschen Teams. (klick)
Leider mußten Alain Levy, Uwe Blades, Sebastian Brixner und Andreas Hammerl absagen, so daß wir nur mit 16 Fahrern vertreten waren.

Wir hatten unsere Mugen MRX-4R mitgebracht und zunächst unser Standard Setup eingestellt. Jan fuhr einen Novarossi REX 35 Plus, während Eric von Novarossi einen Plus 2 tuned zur Verfügung gestellt wurde.

An dieser Stelle ein großen Dank an Stefan Habbecke von Mid-Mugen für die super Unterstützung. Er war jeder Zeit für uns da und hatte immer ein offenes Ohr für Probleme.

Auch ein Dank an die Mannen von Novarossi, die uns mit Material, Rat und Tat zur Seite standen.

Die Trainingszeiten von Montag bis Donnerstag wurden folgendermaßen festgelegt:


Vormittags 2 Trainingseinheiten zu je 10 Minuten mit 15 Fahrern und Nachmittags 3 Trainingsfahrten zu je 10 Minuten.

Da die Bahn ja recht groß ist gab es keine Probleme mit 15 Autos auf der Strecke.

Bei den ersten Trainingssitzungen galt es sich an die Strecke zu gewöhnen. Diese ist durch ihre hängenden Kurven und Schikanen nicht einfach zu fahren. Nur auf der langen Vollgaspassage hatten die Fahrer kurz Gelegenheit zu entspannen.

Durch die Breite der Strecke kann man durch großzügiges Fahren sehr viel Zeit liegen lassen. Nach dem Ende der Geraden und nach der Zählschleife lauerten ein paar Bodenwelle, die es galt zu vermeiden.

Zwischen den Trainingseinheiten wurde heftig geschraubt, Reifen geschliffen und über weitere Änderungen am Fahrzeug diskutiert.

Robert, Patrik, Olli, Philipp S., Stefan und Michael hatten auf der Bahn schon ihre Erfahrungen gesammelt, während unsere Youngster Toni, Sabrina, Philip E. Eric und Jan alles als Neuland betrachten mußten. Jedoch bereits am Nachmittag kamen akzeptable Zeiten zu Stande.

Stefan ließ seinen Kyosho mit R&B Motor richtig fliegen und auch Rody Roem kümmerte sich persönlich um die Triebwerke.

So wie das Fahrzeug lief gab es gute Hoffnung auf einen vorderen Platz.

Eric konnte auch gute Rundenzeiten fahren, aber der Sprit war immer knapp. Jan fuhr die Motor Reso Kombination mit dem wenigsten Verbrauch, darunter litten natürlich die Rundenzeiten.

Auch am Nachbartisch bei der Truppe Gruber, Debert und Stark wurde heftig gewerkelt und getestet. Leider viel Jens einige Tage wegen Krankheit aus. So hatte auch Jürgen nicht so ganz den Kopf frei, um sich auf die Fahrerei zu konzentrieren.
 

An unserem Tisch schraubten noch die Eberles und Sascha Sanchez. Wobei Sascha auch schon am Warm-up teilgenommen hatte.

Diese Option werden wir das nächste mal bestimmt nutzen, falls dies 2008 in Roeselare möglich ist.

Michael auch ein erfahrener Lostallo Fahrer konnte sehr früh zeigen, daß er gewillt war ein kräftiges Wort beim verteilen des Titels mitzusprechen.
Einen Tisch weiter schraubten die Hanauers, Stings, Olli sowie Peter Habecke mit Sabrina.

Olli war verdammt schnell unterwegs, aber auch hier war der Tank verdammt schnell leer. Peter war überzeugt einen Motor zu finden der Sabrina über die 5 Minuten bringen wird.

Philip S. fand auch sehr schnell den Bogen raus auf der Strecke, jedoch war das Vergnügen immer etwas kurz.

 

Am letzten Tisch schraubte Robert und Patrick vom Team Shepherd. Der Velox war recht zügig unterwegs und beide suchten nach Motoren, um im Vorderfeld mitbestimmen zu können.

So gingen die Tage von Montag bis Donnerstag dahin mit viel Schrauben und auch das Fachsimpeln kam nicht zu kurz.

Für die meisten ging oft erst gegen 21:00 Uhr der Tag im Fahrerlager zu Ende, um dann noch bei warmen Temperaturen den Rest des Abends zu genießen.

 

   
   

Freitag

 1. Vorlauf
Jetzt hat das Trainieren ein Ende und es geht um die so genannte Wurst.

Es gab noch einmal zwei gezeitete Läufe in den neu zusammengestellten Vorlaufgruppen. So hatte jeder die Möglichkeit seinen Mitstreiter kennen zu lernen. Es gab 14 Gruppen á 10 Fahrer.

In den Gruppen 13 und 14 war so alles versammelt was Rang und Namen hat und hier war auch das Zuschauerinteresse am Größten.

Leider mußte  unsere Teamchefin Birgitt Debert krankheitsbedingt ihren Job an Jirka Hassler übergeben. Gute Besserung auf diesem Wege an Birgitt.

Jirka löste seine neue Aufgabe mit Bravour und begleitete alle deutschen Fahrer in der Boxengasse. Gut gemacht Jirka!

Auch Lambertto beäugt mit der Stoppuhr in der Hand die Konkurrenz.

Eric konnte diesen Vorlauf mit stotterndem Motor beenden, er schaffte die 15 Runden.

Jan mit seinem Mager-Mix Motoreinstellung konnte zwar immer die Läufe beenden aber dadurch waren keine schnellen Zeiten möglich.

Dieser Mann wachte mit Argusaugen über das Verhalten der Helfer in der Boxengasse. Er entschied ob ein Tankstopp korrekt ablief und verpaßte bei einem Fehler eine Stopp and Go Strafe.

Dies mußten Philip E, und Olli am eigenen Leib verspüren.

Nachdem sich die Aufregung um den ersten Vorlauf gelegt hatte, ging s an das Überholen der Fahrzeuge und dann stand die Eröffnungsfeier auf dem Programm.

   

Eröffnungsfeier

 am Freitag

Am Freitag Abend nach dem 1: Vorlauf erfolgte die Eröffnungsfeier. Es ist immer wieder beeindruckend wenn man den Einzug der Nationen verfolgen kann. Jede Nation präsentierte sich, unter den Klängen ihrer Nationalhymne, auf der Brücke über die Gerade.

Nach den üblichen Ansprachen wurde noch die schönste Karosse gekürt. (Leider kein Bild, da der Andrang zu groß).

Letztendlich lud der Veranstalter alle Fahrer und Helfer zu einem Imbiss und Getränken ein.

Samstag 2.-

 4. Vorlauf
Am Samstag um 9:00 ging es weiter den Vorläufen 2, 3 und 4.

Da hieß es bei Zeit aus den Federn , um die letzten Vorbereitungen noch zu treffen.

Morgens war die Luft noch kühl und frisch und so wurden jetzt die besten Zeiten erwartet.

Beim deutschen Team war Michael super gut unterwegs und legte bomben Zeiten vor.

Stefan und Robert ließen es auch ganz flott angehen, so daß beide direkt das Halbfinale erreichten.

Olli schaffte das Viertelfinale und es gab keinen Grund zu befürchten, daß er den weiteren Aufstieg schafft.

Eric landete im 1/8 Finale. Die beiden Philip und Mirko mußten durch das 1/16 Finale.

Sabrina, Jan und Patrick verschlug es in das 1/32 Finale und sie waren froh am Samstag nicht mehr fahren zu müssen.

Die Starks, Toni, Sascha und Friedrich mußten dann am Samstag Abend noch einmal auf die Bahn. Aber leider konnte keiner den Aufstieg ins nächste Finale schaffen.

Die Ergebnisse der Vorläufe sind hier zu finden. (klick)

   

Diese vier Racer waren die Besten nach den Vorläufen.

TQ Michael Salven     Serpent

      Alberto Picco       Mugen

      Lamberto Collari   Kyosho

      Stefano Solaroli     Mugen

   
   

Abend Veranstaltung

 am Samstag

Am Samstag Abend ging es zu Musik und Spare Ribs in das große Zelt.

Es war eine lockere Stimmung und das Essen war wirklich super. Leider war niemand zu bewegen das Tanzbein zu schwingen, obwohl die Band eine klasse Musik machte.

Auch unser EFRA Chef Dallas Mathiesen fand sichtlich Gefallen an der Veranstaltung.

   
   

Der Final

 Sonntag

Am frühen Sonntag mußten Patrick, Sabrina und Jan auf die Bahn. Jan ging in der ersten Kurve der Motor aus, die nachfolgenden Fahrer konnten nicht mehr ausweichen und Auto kaputt. Sabrina erwischte es in der zweiten Runde mit einem Ausfall. Patrick konnten diesen Run klar gewinnen.

Aus dem 1/16 Finale schafften Patrick, Mirko und Philip S. den Aufstieg ins nächste Finale. Im 2. 1/16 Finale mußte auch Philip E. nach Stopp and Go ausscheiden.

Aus diesem 1/8 Finale schaffte nur Mirko den Aufstieg. Eric hatte Motor zu fett und ging aus, das war's. Patrick und Philip S. packten den Aufstieg auch nicht.

Im 1/4 Finale konnte Olli mit einem Sieg den Aufstieg ins 1/2 Finale sicher stellen, während Mirko nicht weiter kam.

Das 1/2 Finale B war richtig spannend. Olli war vorne bei der Musik dabei, dann eine Stopp and Go, welcher keiner so richtig verstand. Er verlor 9 Sekunden und diese fehlten am Schluß auf den sicheren zweiten Platz.

Robert startete im 1/2 Finale A. Dies war eine sehr enge Kiste und das Tempo war sehr hoch. Die ersten vier legten ein Höllen Tempo vor und diese sind auch ins Finale aufgestiegen. Für Robert blieb der fünfte Platz und am Ende der undankbare Elfte.

   

Diese sechs schafften den Aufstieg ins Finale.

     Francesco Tironi     Kyosho

     Fabio Domanin       Serpent

     Daniele Ielasi           Kyosho

     Rick Vrielijnck        Mugen

     Mark Green           Serpent

     Massimo Fantini     Serpent

 

Nach der Fahrerpräsentation auf der Brücke und im Infield, wurde auch jeder Fahrer einzeln auf der Strecke vorgestellt.

Leider hatte mit Michael das deutsche Team nur einen Fahrer ins Finale gebracht. Die Mannschaft aus Italien war mit sieben Fahrern vertreten. Dazu einmal Holland und England.

Nach dem Start setzte sich Michael und Alberto sofort etwas ab und kämpften um die Führung. Alberto setzte zwischendurch immer wieder zu einem Überholmanöver an, ab er Michael ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Tankstop konnte Alberto die Führung übernehmen. Dahinter lauerte aber Lambertto. Michael bekam einige Probleme und war damit im Kampf um die Spitze raus.

Nach neun Minuten kam für Fabio das aus und er konnte den Fahrerstand verlassen, auch Daniele konnte nicht bis zum Schluß durchfahren.

Dan kam die 20. Minute. Viele Fahrer schossen in die Boxengasse um ihre Reifen zu wechseln. Nur einer blieb draußen, nämlich Lambertto.

Mir einem kurzen Zwischenspurt konnte er sich klar an die Spitze setzen. Dahinter wechselte die Platzierung je nach Tankstop. In den letzten Minuten wurde es noch einmal spannend. Alberto fuhr wie entfesselt und konnte Zehntel um Zehntel auf Lamberto gut mach, dessen Reifen doch jetzt schon 40 Minuten alt waren. Der Vorsprung schmolz so dahin. Alberto konnte bis auf eine Sekunde aufschließen, aber dann waren die 45 Minuten zu Ende.

Es war erstaunlich wie sich ein 7-maliger Weltmeister über diesen Sieg und den Titel freuen konnte. Er hat dieses Rennen verdient gewonnen und ist jetzt auch wieder ein heißer Kandidat für die WM in Argentinien.

Gruß Hermann
hoffentlich können viele einmal die Gelegenheit nutzen auf dieser tollen Strecke ein paar Runden zu drehen und die schöne Gegend zu genießen.