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Als wir am Montag, den 30.05.2007 gegen 8:30 Uhr in
Roeselare eintrafen war der Campingplatz schon gut besetzt.
Der Platz war optimal gelegen gegenüber ein
Einkaufszentrum, 200m bis zum nächsten Bäcker und über die Straße "Jimmys
Friteshop".
Zur Strecke waren es schon einige Meter, jedoch
verkehrte morgens von 7:30 - 8:30 Uhr ein Shuttel Bus, so daß wir nicht
alles an die Rennstrecke schleppen mußten. Abends ging es dann mit dem
Shuttel wieder zurück.
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Montag 30.04.2007
Das Fahrerlager füllt sich zusehends. Der Platz unter dem Zelt wird
recht knapp. Von den sechs Mugen Fahrer aus dem deutschen Team sind schon
vier vor Ort. Es fehlt noch Dirk Drechsler und Alexander Mehl. Sabrina
Lechner, Sebastian Bürge, Marco Muscara und Eric Dankel haben schon ihre
Schrauberplätze bezogen und warten auf den Start des freien Trainings.
Erst heißt es aber Schlange stehen, um sich in die Trainingslisten
einzutragen. Eine halbe stehen für 10 Minuten fahren. Beim Start der ersten
Gruppe zeigte sich sofort ein Problem, denn die Strecke ist total staubig.
Dies wird sich über die ganzen Tage nicht ändern. Erst nach vier bis fünf
Gruppen ging es richtig mit Griff voran. Jeder konnte so drei mal 10 Minuten
fahren, um sich auf die Strecke einzuschießen. |
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Dienstag 01.05.2007 und Mittwoch 02.05.2007
An diesen beiden Tagen gab es je drei kontrollierte Trainingsläufe in
den eingeteilten Gruppen. Nun ging es darum ein gutes Setup zu finden.
Nachdem der Staub von der Strecke war und die Sonne die Bahn etwas erwärmt
hat begannen die Autos zu kippen. Als erstes Mittel um dies zu verhindern
galt es die Reifen auf ein Maß um die 60mm hinten und 58mm vorne zu
schleifen. Jeder hatte 3 mal 10 Minuten um sein Fahrzeug zu testen. Die
Härte der Reifen lag bei mindestens 38 Shore vorne und 40 Shore hinten. Es
galt auch die Getriebeübersetzug den kleineren Reifen anzupassen. So gingen
die meiste einen Zahn bei den Ritzeln nach oben.
Wir versuchten den Vorderachsgriff etwas abzubauen. Rollcenter vorne hoch,
die Spurstangen um 2mm unterlegt und als flankierende Maßnahme wurde der
vordere Stabi ausgehängt. Jetzt lagen die Zeiten bei mittleren bis hohen 15
Sekunden. Wir montierten an unserem REX ein Ninja Rohr, welches lt.. Eric
die Leistung gleichmäßiger entfaltet. Sabrina und Peter schraubten auch sehr
fleißig an Motoren und Chassis.
Sabrina wurde diverse Mal zum Interview und Phototermin gebeten. Inzwischen
sind auch Dirk und Alexander eingetroffen und damit ist jetzt die Mugen
Mannschaft vollzählig.
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Donnerstag 03.05.2007
Heute standen ein Trainingslauf und zwei gezeitete Trainingsläufe über 5
Minuten wie beim Vorlauf auf dem Programm. Die Reifen wurden nun auf 58 und
56 runter geschliffen. Eric ereichte bei seinem ersten gezeiteten Durchgang
um 14:00 Uhr als erster und einziger die 20 Runden. Damit war klar, wer
unter die ersten in Vorläufen kommen will muß 20 Runden fahren. Sabrina fuhr
19 Runden und 3 Sekunden, Sebastian 18 Runden und 5 Sekunden, Alexander 19
und 7 Sekunden, Dirk verfehlt die 19 Runden um ein paar Hundertstel und
Marko fährt in der ersten Gruppe 18 Runden.
Um 17:00 Uhr wurden die einzelnen Nationen zum Einmarsch auf die Strecke
aufgerufen. Es ist immer ein tolles Bild wenn sich 120 Fahrer aus
verschiedenen Nationen auf der Geraden aufreihen. Die deutsche Mannschaft
gab mit ihren 17 Teilnehmern und Nicole Boers als Trägerin der Landesfarben
ein tolles Bild ab. Nach den üblichen Ansprachen spielte eine Kapelle mit
Schlaginstrumenten auf.
Der erste Sieg ging an das deutsche Team, denn Alexander Mehl gewann die
Wahl der schönsten Karosse. |
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Freitag 04.05.2007
So jetzt geht es um die Wurst. Drei Vorläufe sollten heute entscheiden
wer den besten Job beim Abstimmen seines Fahrzeuges gemacht hat. Ob die
Nerven der Fahrer halten, aber jetzt sollte es wirklich losgehen. Eric
startete mit noch kleineren Reifen nämlich 57 und 55. Das Auto lief perfekt
und Eric machte richtig Druck. Plötzlich wurden die Kurven größer und er
musste einen Gang rausnehmen. Dann nach einer kurzen Gerade jagt das
Fahrzeug voll an einen Pfosten. Lenkservo ausgefallen und Chassis zu einem Z
verformt.
Bei Dirk läuft es jetzt besser, er packt die 19 Runden ebenso wie Sabrina,
Sebastian und Alexander. Für Eric galt es jetzt fleißig zu schrauben. Dirk
schleppte schnell die Austauschteile bei und so konnte Eric im 2 Lauf wieder
starten. Mit diesem setzte er sich dann mit 20 Runden auf Position zwei der
Rangliste fest. Nur Alessio Mazzeo war noch einen Ticken schneller. Auch die
restlichen Mugen Fahrer konnten noch einen Zahn zulegen.
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Samstag 05.05.2007
Noch ein Vorlauf muß absolviert werden. Und bei den
Fahrern und Helfern lagen die Nerven blank. Jetzt noch einmal alles zeigen
und so weit wie möglich vorne ankommen. Am Reifenschleifplatz stand man
jetzt in dreier Reihen, denn jeder wollte noch einmal etwas auflegen. Leider
mussten die vorderen Gruppen wieder die Bahn putzen und erst ab Gruppe vier
gingen die Zeiten zurück. Eric wurde im letzten Vorlauf auf Platz drei
verwiesen, da Renaux Jerome ein guter Lauf gelang. Sabrina legte auch noch
einmal zu und erreichte Platz 16 und damit das Halbfinale. Sebastian
verfehlte die 20 Runden um 3/10 war jedoch im Halbfinale. Alexander hatte in
den Vorläufen etwas Probleme, aber er ist ja bekannt dafür, dass er sich von
hinter vorarbeiten kann. Dirk landete im 1/8 Finale und Marco im 1/64
Finale.
Am Nachmittag wurden dann die hinteren Finals gefahren
und hier schaffte Marco den Aufstieg und war am Sonntag wieder mit von der
Partie. |
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Sonntag 06.05.2007
Der Tag der Entscheidung ist da. Um 9:00 Uhr startete
das 1/32 Finale mit Marco. Er fuhr gute Rundenzeiten doch einige Ausrutsche
verhinderten den Traum vom Aufstieg. Alexander konnte sein 1/16 Finale
gewinnen und stieg auf. Dirk verpasste wegen 5 Zehntel den Aufstieg ins
nächste Finale.
Alexander hatte in seinem Finale, in Führung liegend einen Motor Aus und
konnte nicht mehr aufsteigen. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.
Sebastian kämpfte in seinem Halbfinale, doch es reichte nur für Platz fünf
und somit konnte er das Finale nicht erreichen.
Nun war Sabrina im Halbfinale an der Reihe. Leider warf sie ein Start Crash
zurück auf den letzten Platz. Sie kämpfte sich jedoch nach vorne, aber die
ersten zeigten keine Schwäche und so musste auch sie ausscheiden.
Jetzt standen neben Eric noch Ralph Krause als deutscher Teilnehmer im
Finale. Eric musste nun als einziger Mugen Fahrer im Final die Farben
verteidigen.
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Finale
Um 15:45 fand die Fahrer Präsentation statt, und um 16:00 erfolgte der
Start zum 45 minütigen Finale. Mit einem Blitzstart schob sich Eric sofort
in der ersten Kurve auf Platz zwei und machte Jagd auf Alessio. Er konnte
bis zum ersten Tankstop bis auf 5m daran bleiben. Da wir einen neuen Motor
bekommen hatten wagte ich nicht im 5 Minuten Rhythmus zu tanken, denn wir
hatten keine Erfahrung über den Verbrauch Auch nach 4:45 war der Tank
ziemlich leer. So wechselte von Tankstopp zu Tankstopp die Führung.
Dahinter machte Rocco Annia mächtig Druck und schob sich vom 7 Startplatz
Platz um Platz nach vorne. Dann wechselte Alessio auf der rechten Seite die
Reifen und Eric ging in Führung dicht bedrängt von Stephen Brown. Alessio
drehte mit den neuen Reifen mächtig auf und er konnte Eric wieder überholen.
Rocco kam, angefeuert von seinem Team und dem italienischen Teammanager, mit
Riesenschritten nach vorne. Die Anfeuerung war so laut, dass man manchmal
sogar die Motoren nicht mehr hörte.
So lautete nach 30 Minuten die Reihenfolge: Alessio, Eric, Stephen und Rocco.
Alle Fahrer befanden sich in der gleichen Runde. Die GRP reifen von Eric
ließen keine Spur nach und er konnte gute Rundenzeiten fahren, aber Alessio
drehte immer auf wenn Eric etwas näher kam.
Dann kam der Schock. 5 Minuten vor Schluß der Ruf: Regen Regen. Einige
Fahrer rutschten auch gleich von der Bahn. Die Führenden nahmen etwas Druck
heraus, um keinen Fehler zu machen, denn die Abstände waren hauchdünn. Gott
sei dank hörte es dann wider auf zu tröpfeln und das Rennen konnte trocken
beendet werden.
Alessio gewann mit einer halben Runde Vorsprung vor Eric dann 7 Sekunden
zurück folgte Rocco und 3 Sekunden zurück dann Stephen. Solche knappen
Abstände nach 45 Minuten, ist schon ganz schön spannend. |
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Resümee
Eine wirkliche tolle Euro, welche die Belgier auf die Beine gestellt
haben. Wetter war super, wenn nur nicht der viele Staub immer in der Luft
gelegen hätte. Die Verpflegung der Teilnehmer war einwandfrei und die Leute
in der Kantine freundlich und zuvorkommend. Die Sensation war der Fritten
Ofen. In drei 20l Eimer großen Behältern brodelte das Fritten Öl, darüber
auf einer Ablage lag ein halber Zentner rohe Fritten. Hier wurden dann auch
die leckeren Fleischspieße rein gehauen und alles hat prima geschmeckt.
Da ja nächstes Jahr an dieser Stelle die Euro-A VG 1:8
stattfindet wurde versprochen den Zugang zur Rennstrecke und das Fahrerlager
zu optimieren.
Ein Kompliment auch an unsere Teamleiterin Nicole Boers,
welche uns immer pünktlich und fachlich optimal informierte. Sie stand bei
jedem Fahrer in der Boxengasse und half was sie im Rahmen ihrer
Möglichkeiten tun konnte. Prima Nicole, wir nehmen dich das nächste mal
wieder mit, falls es dir auch gefallen hat.
Vielen Dank auch an Mid-Mugen und den tollen Einsatz
durch Dirk. Ein Dank auch an die Männer von Novarossi besonders an Stefano
Columbini für die großzügige Unterstützung. |
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